Von Abschied und Schubkästen
So. Das war's also jetzt. Ich verlasse Twitter und meinen Blog. Werde nie mehr zurückkommen. Suche einen neuen Sinn im Leben. Habe es Satt mein ganzes Privatleben immer und immer wieder hier im Internet breitzutreten.
So, oder so ähnlich lauten derzeit immer öfter die ersten Zeilen von Blogposts. Immer wieder stößt man auf einen "Abschiedstweet". Nur, sagen wir mal so: Irgendwie kommen sie doch alle wieder zurück. Manche aus gutem Grund. Manche weniger. Manche ganz offensichtlich. Manche eher heimlich still und leise. Was ich davon halten soll, weiß ich nicht so genau. Vielleicht brauchen manche dieses Hin- und Her. Vielleicht merken sie in Ihrer "Abstinenz", dass sie mittlerweile ein großes Stück ihres Selbstwertgefühls aus gefavten Tweets, Retweets und DM's holen. Der eine findet das schlimm. Der andere vielleicht nicht. Aber beide kommen zu dem Entschluss, dann doch wieder zurückzukehren. Zu ihrer Sucht. Zu ihrer Famillie. Zu ihren Freunden. Zu ihrem Selbstwertgefühl. Whatever.
Ich bin ja jetzt auch schon etwas dabei. Bei Twitter. Ich möchte mich nicht "Stammuser" nennen. Bin aber auch kein Newbie mehr, dem man die @-Replies oder den RT-Button erklären muss. Und ich habe mir die Frage gestellt, was Leute eigentlich dazu bewegt auf Twitter zu kommunizieren. Wir sind ja alle Gewohnheitstiere und von Natur aus faul. Aus der Faulheit heraus arbeitet ja eigentlich jeder von uns gerne mit Schubkästen. Wir sehen einen Menschen. Schublade auf. Wir lernen den Menschen kennen. Schublade zu. Basta. Und weil ich auch ein Schubkastenmensch bin, habe ich eben in ein paar Minuten auch mal ein relativ simples und oberflächliches Schubkastenprinzip von Twitter-Usern erstellt, über die ich in meinem letzten 1000 Tweets so gestolpert bin:
